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Üben leicht gemacht - Teil 2

Warm spielen

Wie beim Sport solltest du dich vorm Musizieren aufwärmen. Schnapp dir dein Musikinstrument und spiele es mit einem einfachen Lied ein. Wenn ihr Zwei warm seid, kannst du dich an ein neues Lied machen.

Körperhaltung

Laufen lernt man nicht im Liegen. Ist logisch. Kann man singen, wenn man einen Kopfstand macht? Eine Trompete kann man so nicht lange spielen.
Worauf kommt es also an? Du solltest gerade sitzen oder stehen. Du kannst dein Instrument viel besser spielen, wenn du dich nicht hängen lässt. Mach also besser auch keine Knoten in die Beine. Achte darauf, dass du nicht verkrampfst und locker bleibst.

Tipp: Vielleicht filmst du dich mal dabei, wie du dein Musikinstrument spielst. So kannst du schnell prüfen, ob du dich gerade hältst. (Auch beim Posen auf der Bühne können Filmaufnahmen helfen.)

Wieso das so wichtig ist? Wenn du ein Blasinstrument spielst, musst du die Luft tief aus deinem Bauch holen, da muss die Bahn frei sein. Bei den Streich- oder Zupfinstrumenten benötigst du einfach Freiraum für deine Bewegungen, ein Knie oder ein Fuß im Weg behindern dich nur. Und für Schlaginstrumente benötigst du den Schwung des ganzen Körpers, wenn du auch „nur“ deinen Oberkörper bewegst.
Stehst du gerade und trotzdem locker? Dann kann es los gehen.

Zeitlupe

Gaaanz langsam. Das ist die Regel für jeden Anfang. Alles was man langsam und ganz in Ruhe macht, gelingt viel besser als hektische Bewegungen. Klingt einleuchtend. Sportler machen das übrigens auch so. Bevor sie einfach drauf los spielen oder rennen, üben sie die Technik ein.

Beim Zeitlupenspiel achtest du ganz genau auf jede einzelne Note und darauf, wie du dein Musikinstrument bedienst. Wo liegt deine Hand oder wie stark bläst du in das Mundstück? Experimentier mal und finde heraus, wie du lauter spielen kannst und trotzdem im Rhythmus bleibst.
Wenn du ein Lied langsam spielst und auf alles achtest, kannst du es irgendwann automatisch schneller spielen. Beim Spielen in Zeitlupe kann man sich auf die Einzelheiten konzentrieren, die einem bei normalem Tempo am Anfang noch schwer fallen.

Improvisationsspiele

Rolle rückwärts. Gibt es eine schwierige Stelle im Lied, die dein Instrument partout nicht spielen möchte? Dann versuch mal, die Noten in der umgekehrten Reihenfolge zu spielen. Oder pfeif und sing die Noten mal ohne dein Musikinstrument.

Weißt du was ein DJ macht? Er spielt die Musik in Discos und auf Partys. Manchmal verändert er das Tempo oder mischt verschiedene Lieder, so dass ein ganz neuer Eindruck entsteht. Das kannst du auch, wenn du ein Stück mal schnell oder mal langsam spielst. Taste dich auch mal ein paar Töne vor und dann wieder zurück und lass mal ein paar Noten aus.
Das Allerwichtigste aber ist: Musizieren soll vor allem Spaß machen. Solange du das nicht vergisst, kommt der Rest von ganz alleine. 

Hier könnt ihr euch die Übe-Tipps von Ralph runterladen.
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