Forschung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die wissenschaftliche Evaluation der Programme „Jedem Kind ein Instrument“ im Ruhrgebiet und in Hamburg. Die zum größten Teil aus öffentlichen Geldern finanzierten Initiativen wurden aufgrund ihrer Dauer, der hohen Teilnehmerzahlen und der jeweils unterschiedlichen Rahmenbedingungen für die Erforschung als geeignet befunden. Unter diesen Voraussetzungen sieht das Ministerium die Möglichkeit, die empirische Bildungsforschung im musikpädagogischen Bereich voranzubringen.
Das Forschungsprogramm ist zunächst auf vier Jahre angelegt. Bis 2013 fließen jährlich eine Millionen Euro in die Evaluation. Größere Forschungsvorhaben bestehen aus mehreren Einzelprojekten, die in zumeist interdisziplinären und universitätsübergreifenden Verbünden zusammenarbeiten. 25 Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen (Musikpädagogik, Musikwissenschaft / Musikpsychologie, Psychologie, Erziehungswissenschaft) sind beteiligt. Die zentrale Koordinierungsstelle befindet sich an der Universität Bielefeld, die Universität Bremen verwaltet den zentralen Datenpool. So soll die Überforschung der Schulen vermieden werden.
Die Forschungsprojekte sind über das wissenschaftliche Erkenntnisinteresse hinaus bestrebt, ihre Ergebnisse in die Praxis zurückzuführen und dadurch einen Beitrag zur kritischen Reflexion und möglichen Weiterentwicklung der JeKi-Programme zu leisten.
Gegenstand der Untersuchung werden folgende Forschungsbereiche sein:
• Forschung zur Prozessanalyse im Zuge der Implementierung der Programme
• Forschung zum Zusammenhang von unterschiedlichen Personal- und
Professionalisierungsstrategien, verschiedenen Unterrichtsarrangements und
Unterrichtsmerkmalen
• Forschung zu den Auswirkungen des musikalischen Unterrichts auf die betroffenen
Familien, die jeweiligen Klassen und Schulen, die Öffnung zum Stadtteil und das
Interesse der Stadt an den Schulen, die Teilnahme an kulturellen Wettbewerben
u. a. Veranstaltungen
• Forschung (in geringerem Umfang) zum Zusammenhang von musikalischer Aktivität
und strukturellen und funktionellen Hirnaktivitäten
Im Fokus der Forschungsprojekte stehen u. a. Fragestellungen in Bezug auf die individuelle Förderung der JeKi-Kinder, die Kooperationsstrategien der an JeKi Beteiligten, Transfereffekte von Instrumentalunterricht, die Möglichkeiten kultureller Teilhabe im JeKi-Kontext, Auswirkungen von JeKi auf Musikpräferenzen und den Einfluss des Instrumentalunterrichts auf das emotionale und kognitive Verhalten der Schülerinnen und Schüler.
Eine kurze Übersicht über die teilnehmden Projekte finden Sie
hier
Unter
www.jeki-forschungsprogramm.de finden Sie detaillierte Informationen zu den einzelnen Forschungsprojekten.