Informationen
Im ersten Schuljahr nehmen alle Kinder der beteiligten Grundschulen an „Jedem Kind ein Instrument“ teil. Sie erhalten von Musikschul- und Grundschullehrkräften, die den Unterricht gemeinsam gestalten, eine spielerische Einführung in die Musik. Die Erstklässler lernen eine Vielzahl an Instrumenten kennen – Gitarre, Geige, Blockflöte, Querflöte, Klarinette, Akkordeon, Bratsche, Cello, Kontrabass, Horn, Trompete, Posaune, Baglama, Bouzouki, Mandoline und Schlaginstrumente – und wählen schließlich ein Instrument aus.
Gemeinsam musizieren
Ab der zweiten Klasse erhalten die Grundschülerinnen und -schüler ihr gewähltes Musikinstrument als kostenlose Leihgabe für den Unterricht und für das Üben zu Hause. In Kleingruppen von durchschnittlich fünf Kindern lernen sie, die Instrumente zu spielen.
Zusammen im Schulorchester
Von der dritten Klasse an kommt zum Instrumentalunterricht das Zusammenspiel im Schulorchester hinzu. Jahrgangsübergreifend üben die kleinen Schülerinnen und Schüler einmal wöchentlich das Zusammenspiel als „Ensemble Kunterbunt“. Am Ende eines jeden Schuljahres steht ein großes Abschlusskonzert für Eltern, Verwandte und Freunde.
Die Organisatoren
Die Stiftung Jedem Kind ein Instrument berät die Musikschulen des Ruhrgebiets bei der Umsetzung des Programms vor Ort und übernimmt Aufgaben, wie beispielsweise die Erstellung von Informationsmaterialien für die Eltern, die Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien sowie die Fortbildung der Musikschullehrkräfte. Vor allem unterstützt sie die teilnehmenden Schulen bei dieser programmatischen Herausforderung, die weit über die eigentlichen Musikstunden hinausgeht.
Finanzierung
Ab dem Schuljahr Schuljahr 2011/2012 wird „Jedem Kind ein Instrument“ allein durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen mit rund 10 Millionen Euro jährlich gefördert. Diese Summe dient der Fortführung des Programms im Ruhrgebiet und seiner inhaltlichen Weiterentwicklung. Nach der Implementierungsphase von 2007 bis 2011 geht das Programm im Ruhrgebiet damit in den Dauerbetrieb. Darüber hinaus werden einige Pilotprojekte außerhalb des Ruhrgebiets gefördert.
Die Landesmittel werden über die Stiftung Jedem Kind ein Instrument an die Musikschulen weitergegeben. Hinzu kommen die von den Eltern geleisteten Teilnahmebeträge und Beiträge der Kommunen. Damit sind die Kosten für die Musikschullehrkräfte abgedeckt. Die Kommunen sind zudem dafür verantwortlich, Spenden in Höhe von 50 % der Instrumentenkosten einzuwerben.
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