Informationen
Im ersten Schuljahr nehmen alle Kinder der beteiligten Grundschulen an "Jedem Kind ein Instrument" teil. Sie erhalten von Musikschul- und Grundschullehrkräften, die den Unterricht gemeinsam gestalten, eine spielerische Einführung in die Musik. Die i-Dötzchen lernen eine Vielzahl an Instrumenten kennen - Gitarre, Geige, Blockflöte, Querflöte, Klarinette, Akkordeon, Bratsche, Cello, Kontrabass, Horn, Trompete, Posaune, Baglama, Bouzouki, Mandoline und Schlaginstrumente – und wählen schließlich ihr Lieblingsinstrument aus.
Gemeinsam musizieren
Ab der zweiten Klasse erhalten die Grundschülerinnen und –schüler ihr gewähltes Musikinstrument als kostenlose Leihgabe für den Unterricht und für das Üben zu Hause. In Kleingruppen von durchschnittlich fünf Kindern lernen sie, die Instrumente zu spielen.
Zusammen im Schulorchester
Von der dritten Klasse an kommt zum Instrumentalunterricht das Zusammenspiel im Schulorchester hinzu. Jahrgangsübergreifend üben die kleinen Schülerinnen und Schüler einmal wöchentlich das Zusammenspiel als Orchester „Kunterbunt“. Am Ende eines jeden Schuljahres steht ein großes Abschlusskonzert.
Die Organisatoren
Die Stiftung Jedem Kind ein Instrument berät die Musikschulen des Ruhrgebiets bei der Umsetzung des Programms vor Ort und übernimmt Aufgaben, wie beispielsweise die Erstellung von Informationsmaterialien für Eltern, die Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien sowie die Fortbildung der Musikschullehrkräfte. Vor allem unterstützt sie die teilnehmenden Schulen bei dieser programmatischen Herausforderung, die weit über die eigentlichen Musikstunden hinausgeht.
Finanzierung
Die Umsetzung des Programms "Jedem Kind ein Instrument" kostet bis zum Schuljahr 2010/2011 rund 55,4 Millionen Euro. Davon stellen über die nächsten Jahre bereit:
die Kulturstiftung des Bundes 10,00 Millionen Euro
das Land Nordrhein-Westfalen 13,62 Millionen Euro
die Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand e.V. 0,63 Millionen Euro.
Die Teilnahmegelder betragen insgesamt 12,5 Millionen Euro.
Die Kommunen beteiligen sich mit einem Eigenanteil von 3,2 Millionen Euro und decken damit 12,5 % der Kosten für Musikschullehrkräfte ab. Ferner sind die Kommunen dafür verantwortlich, Spenden in Höhe von 50 % der Instrumentenkosten einzuwerben.
Für den Stipendienfonds müssen 1,22 Millionen Euro an Spenden eingeworben werden.