Jedem Kind ein Instrument

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Pressestimmen

Ruhrbarone 10. Juni 2010
Das Projekt Jedem Kind ein Instrument (Jeki) hat schon vor der Kulturhauptstadt begonnen. Aber ohne den Kulturhauptstadt-Hype wäre aus der Idee nichts geworden, jedem Schulkind landesweit unterschiedslos ein Instrument in die Hand zu drücken. Für sowas gab es noch nie Geld im Ruhrgebiet. Seit der Kaiserzeit hieß es: die Arbeiter sollen arbeiten. Wozu dann Bildung und Musik? Jetzt macht Jekis das anders: Tausende von Kindern lernen jedes Jahr ein Instrument kennen. Das eröffnet eine neue Welt. Und vielleicht ein neues Hobby.

starke eltern - starke kinder 05. Mai 2010
Glück hat, wessen Kind eine der Grundschulen in Hamburg und im Ruhrgebiet besucht, die sich am Programm „Jedem Kind ein Instrument“ beteiligen. (…) Im Mittelpunkt steht dabei das das gemeinsame Musizieren der Kinder – mit allen positiven Effekten für die persönliche Entwicklung und das (Lern-)Klima in der Klasse. (…) Doch selbst wenn solche Programme (noch) nicht überall zur Verfügung stehen, heißt das nicht, dass Kinder ohne Musik groß werden müssen. (…) Musizieren kann man nicht nur auf einem Konzertflügel, sondern im Zweifelsfall auch auf einem Kamm.

Frankfurter Rundschau 17. Februar 2010
Die studierte Musikschullehrerin [Barbara Kreibich] mit den langen braunen Haaren unterrichtet an zwei Oberhausener Grundschulen. "Die Musik beflügelt die Kinder", sagt sie. Gerade in ärmeren Stadtteilen könnten nun Kinder musizieren, die nie mit einem Instrument in Berührung gekommen wären. Und die Kinder aus türkischen Familien litten endlich einmal nicht unter Sprachhemmungen. "Beim Musizieren sind alle gleich", sagt Kreibich.
(…)
Zum Glück für die Kulturhauptstadt 2010 pusten viele Schüler gerne: Jeki ist ein Großprojekt des internationalen Events im Ruhrgebiet und wurde als so genanntes "musikalisches Leitmotiv" ins Programm aufgenommen.

Focus Schule, Ausgabe Februar/März 2010
Sarah Maries Mutter freut sich, dass ihre Tochter nachmittags in ihrer Schule Cello lernt. „Dann muss ich sie nicht noch mühsam zur Musikschule fahren." Und Grundschullehrerin Marion Appold, 36, vermeldet überraschende Fortschritte nicht nur am Instrument, sondern an der Lesefibel: „Seit wir JeKi anbieten, lesen die Kinder besser und schreiben ganz toll." Mit Musik gingen auch „die Laute besser ins Gehör". Alle Erstklässler lernten Rhythmus- und Singspiele und seien nun auch bei den Rechenstunden konzentrierter bei der Sache.

Focus Ausgabe 1/2010
„Ruhr.2010“ hat viele Projekte vorzuweisen, die neue Entwicklungen nachhaltig vorantreiben. Im Förderprogramm „Jedem Kind ein Instrument“ sollen bis Ende 2010 schon 43 000 der 170 000 Grundschüler Unterricht etwa an Cello oder Gitarre erhalten. Das Programm wird womöglich auf ganz Nordrhein-Westfalen ausgeweitet. In prosperierenden Bundesländern wie Bayern ist derlei flächendeckender Instrumentalunterricht eine ferne Utopie.
Einige der frisch gegründeten Kinderorchester geben im Kultur[haupt]stadtjahr Konzerte. Keine Hochkultur, dafür aber näher dran an den Interessen des alten Bergmanns Stoppa. Von ihren Musikinstrumenten werden die Schüler noch profitieren, wenn „Ruhr.2010“ längst Schall und Rauch ist.

Der Tagesspiegel 25. November 2009
Schwierige Zeiten [...] für die musikalische Bildung. Da lohnt sich ein Blick ins Ruhrgebiet, zum Projekt "Jedem Kind ein Instrument". Im laufenden Schuljahr nehmen daran über 43 000 Kinder teil: Die Zweitklässler erlernen ein Instrument, die Erstklässler werden spielerisch auf den Unterricht vorbereitet. Diese Kinder erleben also, was UdK-Professor Joel Betton allen Kindern wünscht: "Musik muss man erfahren, selbst machen!"

Welt Kompakt, Düsseldorf 23. November 2009
Musik ist lebensnotwendig, findet der Bildhauer Günther Uecker. Sie „trägt seelen- und lebensbewahrende Energien in sich. Ich bin leidenschaftlich von dem erfüllt, was hörbar ist“, sagt der Düsseldorfer, der mir seiner Nagelkunst weltberühmt geworden ist und sich jetzt für das Modellprojekt „Jedem Kind ein Instrument“ engagiert.

Rheinische Post Hamminkeln 04. November 2009
Die Initiative „Jedem Kind ein Instrument“ beschert der Musikschule [Hamminkeln] (…) beachtlichen Zuwachs. Das Musizieren in den Grundschulen stellt die Dozenten vor neue Herausforderungen. „Das ist eine neue und andere Art der Arbeit. Gruppenunterricht sind wir gewohnt, aber Schulklassen sind heterogener“, so Ingenbold [Leiter der Musikschule]. Motivation und verborgene musikalische Fähigkeiten auch bei den Kindern zu wecken, die von sich aus vielleicht nicht in die Musikschule gekommen wären, sieht der Schulleiter als wichtige Aufgabe und große Chance an.

Westfalenpost Hagen 25. September 2009
Das Programm „Jedem Kind ein Instrument“ (Jeki) setzt gezielt dort an, wo Neugier und Entdeckungslust noch riesengroß sind: in der Grundschule. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass ein Großteil der Kinder einer jeden teilnehmenden Grundschule für ein Instrument zu begeistern ist. (…) Das kostet natürlich Geld. Aber es trägt auch Zinsen, bezogen auf die Entdeckungen und Erfahrungen, die Kinder der ersten Schuljahre mit dem Musikunterricht machen können.

Westfälische Rundschau Bergkamen 23. August 2009
"JeKi" schafft auch Arbeitsplätze: Neun Musiklehrerinnen und Musiklehrer, die bisher für die Bergkamener Musikschule als Dozenten gearbeitet haben, haben inzwischen einen bis Sommer befristeten Arbeitsvertrag. (...) Dass es bei dieser Befristung bleibt, ist eher unwahrscheinlich. Denn die Landesregierung denkt heftig darüber nach, Jeki über das Kulturhauptstadtjahr fortzusetzen und landesweit auszudehnen. (...) Doch auch die Musikschule selbst wird die Jeki-Folgen verarbeiten müssen: Die Zahl der Schüler steigt von Jahr zu Jahr mit steigender Intensität. Unter ihnen befinden sich viele, die in der Zeit vor Jeki nie eine Chance gehabt hätten, ein Instrument zu lernen.

Hannoversche Allgemeine 14. Juli 2009
Vielleicht hat die Krise ja auch den schönen Nebeneffekt, dass die Nachhaltigkeit der Projekte in den Mittelpunkt der Diskussion rückt. „Es ist sehr wichtig, deutlich zu machen, dass Kulturhauptstadt von uns nicht nur nach dem Motto ‚Event, Event, ein Lichtlein brennt‘ betrieben wird – und am 31. Dezember 2010 ist dann alles vorbei, “ sagt [Oliver] Scheytt. „Jedem Kind ein Instrument“ ist eines dieser Projekte, das auf Wirkung über das kommende Jahr hinaus bedacht ist. „Wenn jedes Kind an den Grundschulen in die Lage versetzt wird, kostenlos ein Instrument zu erhalten und die sozial Benachteiligten nicht einmal etwas für den Unterricht zahlen müssen, dann wird die kulturelle Bildung zum Grundbestand des öffentlichen Bildungswesens – davon habe ich vor zehn Jahren nur geträumt!“

WAZ Oberhausen 08. Juni 2009
Knipsende Väter, lobende Mütter und Großeltern, die über beide Wangen strahlen – der „Tag der Musikschule“ ist wie ein großer Kindergeburtstag, nur, dass dabei eben die Gefeierten das Ständchen bringen müssen. (…) Den ersten Höhepunkt setzen aber die über 400 Kinder aus dem ersten und zweiten Jahrgangs des Oberhausener „Jeki“-Projekts. „Hänschen-klein“ spielt die Blechbläsergruppe begeistert, obwohl etwa Trompete und Saxophon keine leichten Einstiegsinstrumente sind, wie der Oboist und Oberhausener Jeki-Koordinator Jürgen Krautwig betont.(…) Disziplin und Ruhe lernen die „Kleinen“ im Orchester, das gegenseitige Zuhören und damit auch soziale Kompetenzen.

Westfälischer Anzeiger 11. Mai 2009
Kontrabässe, Harfen, Gitarren, Geigen, Holz- und Blechbläser – alle denkbaren klassischen Instrumente gab es am Sonntag zu sehen. An den frühlingshaften Blumenbeeten vorbei wurden sie von rund 2300 großen und kleinen Schülern der Musikschule zu ihren jeweiligen Konzerten getragen. Das größte war mit 420 Teilnehmern die Orchester-Premiere der ersten Jeki-Generation, die seit genau neun Monaten an den Grundschulen jeweils eine Wochenstunde Instrumental-Unterricht erhält. (…) Das klang nach einem guten Erfolg des Jeki-Konzepts für die Hammer Musikschule. Eine achtjährige Querflötenspielerin jedenfalls ist sich sicher, dass sie weitermachen möchte und freut sich schon auf die zusätzliche Orchesterstunde nach den Sommerferien. 

WAZ Duisburg 06. Mai 2009
Weil im letzten Jahr kein Musikpädagogikprojekt-Preis vergeben wurde, kann sich in diesem Jahr „Kinder! Kinder! Jeki-Kinder!“ über den doppelten Betrag freuen. Die 5000 Euro sind quasi schon verplant für die Neuauflage des Konzerts, das die Jury preiswürdig fand: Im März haben 1600 Erstklässler in der Mercatorhalle erlebt, wie die Instrumente klingen können, die sie im Rahmen von Jeki erlernen.

Wiesbadener Kurier 04. April 2009
„Jedem Kind ein Instrument“ ist nicht nur ein hoch gestecktes Ziel, sondern auch der Titel eines Projekts, das im Ruhrgebiet nunmehr im dritten Jahr erfolgreich durchgeführt wird. Inzwischen hat es Nachahmer in weiteren Bundesländern gefunden, ab Herbst diesen Jahres werden dadurch mehr als 40 000 Kinder in der Grundschule musikalisch gefördert.

Rheinische Post Wesel 06. März 2009
Das war eine spannende Sache, als gestern die vier großen Cellokoffer an der Quadenweg-Grundschule auftauchten. Karin van de Loo (Musik- und Kunstschule) hatte Achtel-, Viertel- und halbe Celli für die Zweitklässler mitgebracht. Noch bis zu den Osterferien lernen die Grundschüler im Rahmen des (…) Kulturprojekts JeKi (…) alle möglichen Instrumenten kennen. Der kleine Nico untersucht ehrfürchtig die Bespannung des großen Bogens: „Das ist Pferdehaar“, verkündet er stolz. (…) Jan aus Togo weiß schon, dass er am liebsten Trommel lernen will. Schulleiterin Astrid Kerkhoff lobt das Projekt: „Viele kämen nie auf den Gedanken, solch ein Instrument zu lernen. Eine unglaubliche Bereicherung.“ 

nmz neue musikzeitung 03. März 2009
Klassenmusizieren, musikpraktische Projekte in der Ganztagsschule und in der Nachmittagsbetreuung, Bildungsoffensiven wie „Jedem Kind ein Instrument“ (JeKi) heißen die neuen Formen der Zusammenarbeit von Musikschulen und allgemeinbildenden Schulen. Sie tragen dazu bei, dass immer mehr Menschen über die Bedeutung der musischen Bildung für ihre Kinder nachdenken, und politische Verantwortungsträger zunehmend Projekte der aktiven Beschäftigung mit Musik auf den Weg bringen.

MUSIK forum Editorial 24. Januar 2009
In dem Maß, in dem wir unseren Kindern und Jugendlichen den Zugang zu den kulturellen Welten eröffnen –zum Beispiel durch eine qualifizierte und kontinuierliche musikalische Bildung–, werden sich Wahrnehmungen und Horizonte erweitern. Deshalb ist die Idee von „Jedem Kind ein Instrument“ bundesweit auf alle Bereiche musikalischer Bildung zu übertragen, vom Kindergarten über die Musikschule bis zur allgemein bildenenden Schule. Nicht die Gettoisierung im Event, sondern Kontinuität, Qualität und Angebotsbreite bilden das Fundament kultureller Identität, wecken Offenheit und Neugierde auf das andere.

Westfälischer Anzeiger 09. Januar 2009
Lisa, Fabian und Timo strahlen übers ganze Gesicht. Ihnen macht das Muszieren sichtlich Spaß – sehr zur Freude vor allem von Petra de Reuter, die das Trio (…) im Rahmen des „JeKi“-Projekts (Jedem Kind ein Instrument) auf dem Akkordeon unterrichtet. (…) „Mir gefällt vor allem der Klang des Akkordeons“, begründet Lisa ihre Entscheidung, sich dieses Instrument ausgesucht zu haben. Ähnlich äußert sich Fabian, dessen Uropa ebenfalls Akkordeon gespielt hat.

nmz neue musikzeitung 04. Dezember 2008
Die zunächst auf Nordrhein-Westfalen abgestellte Initiative entwickelte sich als kraftvoller Anheizer zur Initialzündung für eine bundesweite Fülle an ähnlichen, ergänzenden oder auch konkurrierenden Projekten. (…) Mittlerweile existieren teils kommunale, teils bundesland-weit wohl an die hundert Initiativen zur Verbesserung musikalischer Grundausbildung. (…) Bündelung der Kräfte ist angesagt, Kooperation, Erfahrungsaustausch, Vernetzung. Wer packt’s an?

WAZ 28. November 2008 (Interview mit Nobert Lammert)
„Die Initiative, jedem Kind ein Instrument in die Hand zu geben, wird inzwischen bundesweit als eine der wirklich Funken schlagenden Initialzündungen in der kulturellen Bildung gefeiert und nachgeahmt. Dass eine solche Initiative ausgerechnet im Ruhrgebiet, nämlich in Bochum entstand, zeigt, dass es hier an Aufgeschlossenheit und Innovationskraft für Kultur nicht mangelt.“

WAZ 13. November 2008
Das Jahr nähert sich allmählich dem Ende, und Jürgen Slak kann sich getrost zurücklehnen. 2008 war ein gutes Jahr für den Leiter der Musikschule Bottrop. „Das Spielen von Instrumenten und die Beschäftigung mit Musik hat einen Aufschwung erlebt“, sagt Slak. Gründe dafür seien unter anderem, dass sich Bundespräsident Horst Köhler und der NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff für die kulturelle Bildung von Kindern stark machen. So habe etwa das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ (JeKi) der Musikschule weiteren Zulauf beschert.

Süddeutsche Zeitung 06. Oktober 2008
Die Erstklässler der Grundschule Bruckhausen im Norden von Duisburg hält es nun kaum auf den Stühlen. Jedes Kind darf sich als Musiker ausprobieren. Den chinesischen Gong dürfen sie, wenn er sanft angeschlagen wird, mit der Nasenspitze berühren. „Das kitzelt“, sagt Ahmed. (…) Rektorin Karin Heiser ist froh, dass ihre Schule zu den ersten im Land gehörte, die bei „Jedem Kind ein Instrument“ mitmachte. (…) Musik begeistere die Kinder, sagt Heuser. Sie tue ihnen gut.

WAZ Kirchhellen 17. September 2008
„Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.“ Hat zwar Zeichner und Satiriker Wilhelm Busch befunden, aber da wohl nur Kulturbanausen aus dem Herzen gesprochen. Schriftsteller-Kollege E.T.A. Hoffmann hält zu Recht dagegen: „Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an.“ In unserer zunehmend sprachlosen, dafür bildgewaltigen „world wide“ ver“web“ten Zeit darf daher das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ (JeKi) als Glücksfall betrachtet werden.

Berliner Morgenpost 27. August 2008
Bundespräsident Horst Köhler hat in Gelsenkirchen das bundesweit einmalige Musikprojekt „Jedem Kind ein Instrument“ als eine der „schönsten Bildungs-ideen“ in Deutschland gewürdigt. Gemeinsam mit NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Kulturstaatsminister Bernd Neumann übergab er 47 Schülern zweier Grundschulen Instrumente für den Musikunterricht außerhalb der Schule.

Leipziger Volkszeitung 23. August 2008
Lynn strahlt. Endlich hält sie „ihr Instrument“ in den Händen. (…) Lange hat sie auf diesen Augenblick gewartet. Lynn nimmt an der bundesweit einmaligen Initiative „Jedem Kind ein Instrument“ teil, die 2007 gestartet wurde. (…) Diese Woche hat Schirmherr Horst Köhler die Initiative besucht, der Bundespräsident lobt das Projekt in höchsten Tönen. Es sei ein gelungenes Beispiel für außerschulische Bildung und Chancengleichheit.

Frankfurter Allgemeine Zeitung 27. Juni 2008
Das Musikprojekt „Jedem Kind ein Instrument“ macht jetzt auch in anderen Bundesländern Schule. Die Aktion, 2007 von der Kulturstiftung und dem Land Nordrhein-Westfalen initiiert und zunächst auf vier Jahre angelegt, war ein Modellvorhaben zur Europäischen Kulturhauptstadt 2010 in Essen und dem Ruhrgebiet. (…) In mindestens fünf weiteren Bundesländern – Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hessen und dem Saarland – ist das Projekt bereits übernommen worden oder gilt als beschlossene Sache.

WAZ, Gastbeitrag von Bundespräsident Horst Köhler 18. Juni 2008
Initiiert mit Blick auf das Kulturhauptstadtjahr 2010 in Essen und im Ruhrgebiet will die Stiftung Jedem Kind ein Instrument den Grundschülern die unschätzbare Erfahrung ermöglichen, selbst Musik zu machen. Das ist ein Beitrag zur kulturellen Bildung für alle Kinder – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern und von der Frage, ob zuhause mehr Mozart oder lieber Hip-Hop gespielt wird.

musik.woche 06. Juni 2008
In ihrer Eröffnungsrede [zur siebten Musikfachtagung] wies die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Maria Böhmer, auf die überragende Bedeutung von Kultur hin. (…) Ein Mittel, um die Situation zu verbessern, sei die Aktion Jedem Kind ein Instrument (JEKI), die von der Bochumer Musikschule ins Leben gerufen wurde. „Musik ist ein hervorragendes Instrument, wir müssen aber noch lernen, es zu spielen“, betonte Maria Böhmer.

ZEIT Wissen Ausgabe 04. Juni/Juli 2008
In allen Umfragen unter Jugendlichen landet bei der Frage nach ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung ‚Musik hören‘ ganz oben. Gleichzeitig steht das Schulfach Musik ganz unten auf der Beliebtheitsskala (…) Es gibt eine weitere Barriere: Die ‚Schamkultur‘, von der der hannoverische Musikwissenschaftler Eckart Altenmüller spricht, bezieht sich nicht nur darauf, Gefühle in der Öffentlichkeit zu zeigen – auch das Musizieren ist hochgradig mit Scham und Angst besetzt. Der Laie misst sich mit den TV-Idolen von Deutschland sucht den Superstar, der Profimusiker fürchtet sich vor dem Versagen im gnadenlosen Musikbusiness. „Angst ist die dominierende Emotion bei Profimusikern“, sagt Altenmüller. Zum Glück gibt es seit ein paar Jahren Ansätze, die künstlichen Barrieren niederzureißen, die von der Musik aufgebaut werden. "Jedem Kind ein Instrument" heißt eine Initiative in Nordrhein-Westfalen, und auch in anderen Bundesländern lernen Kinder schon in der Grundschule, ein Instrument zu spielen.

Die Zeit 19. März 2008

Jeki (…) ist ein Vorbote des Jahres 2010, wenn Essen und die ganze Ruhr-Megalopolis europäische Kulturhauptstadt werden. Zunächst sind 34 Musikschulen von Oberhausen bis Unna an der Musikoffensive beteiligt und 223 Grundschulen mit 7200 Schülern. Schritt für Schritt könnte sich das Riesenruhrgebietsgesamtorchester aber innerhalb der nächsten vier Jahre auf 200.000 Musikanten erweitern (…) Die Jeki-Initiatoren aber gehen über punktuelle Schönwetter-Impulse hinaus: Die wollen auch dazu beitragen, die soziale Kluft bei den Bildungschancen zu schließen, die das Schulsystem in Deutschland nach wie vor aufreißt. Das Schlüsselwort ihres wunderbar größenwahnsinnigen Anspruchs lautet: alle. Wirklich alle Kinder sollen zumindest die Gelegenheit bekommen, durch das Musizieren ihre Persönlichkeit auszubilden und das kulturelle Erbe zu entdecken; nicht mehr allein jene Sprösslinge aus bürgerlichen Milieus, für deren Eltern Eigeninitiative und die privat finanzierte Klavierkindheit zu den Naturgesetzen gehören.

Aktuelles

Spendenlauf für JeKi

Am 1. August 2010 können Hobbyjogger und professionelle Läufer im Gelsenkirchener Nordsternpark ihre Füße für "Jedem Kind ein Instrument" auf den Asphalt setzen und am Kulturerbe-Lauf RUN'n'ROCK teilnehmen. 
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Jeki auf der A40

Am 18. Juli 2010 hat die Stiftung Jedem Kind ein Instrument ihre Gäste auf dem einmaligen "Fest der Alltagskulturen" der RUHR.2010 begrüßt. Mitten auf der A40 konnten Groß und Klein Musikinstrumente  entdecken und ausprobieren.
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Anmeldung zum KinderOrchesterRuhr

Bis zum 10. September können sich Musikerinnen und Musiker von acht bis vierzehn Jahren für die Teilnahme am KOR anmelden. Auf dem musikalischen Programm stehen Feuer, Wasser, Erde und Luft. Besondere Höhepunkte sind das Konzert mit dem französischen Jugendorchester aus Lille und der Auftritt mit dem Mahler Chamber Orchestra.
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JeKi sucht Paten

Rund 3000 Zweit- bis Viertklässler aus dem Ruhrgebiet brauchen Ihre Unterstützung, um auch im nächsten Jahr an "Jedem Kind ein Instrument" teilnehmen zu können.

Werden auch Sie Pate und engagieren Sie sich für den Nachwuchs in Ihrer Stadt!
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JeKi im Kulturhauptstadtjahr

Über 50 JeKi-Konzerte veranstalten die am Programm teilnehmenden Musikschulen im Kulturhauptstadtjahr in der ganzen Metropole Ruhr. 
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Stiftung Jedem Kind ein Instrument
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Telefon 0234 54 17 47-0 | Telefax 0234 54 17 47-99