Pressestimmen
Ruhr Nachrichten, 18. Juli 2011
Die Initiative „Jedem Kind ein Instrument“ (JeKi), die jedem Grundschüler die Möglichkeit bieten will, ein Musikinstrument zu erlernen, vollzieht ab dem kommenden Schuljahr den Schritt vom zeitlich begrenzten Projekt zur Dauereinrichtung in 634 Grundschulen des Ruhrgebiets. Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt dann die volle Finanzierung. (…) Zugleich vollzieht sich auch ein Personalwechsel im Vorstand der JeKi-Stiftung. Projektleiter Manfred Grunenberg und die kaufmännische Direktorin Gabriele Spengler räumen ihre Plätze für die 36-jährige Musikpädagogin und Kulturmanagerin Birgit Walter, die bislang eine Musikschule in Euskirchen leitete. Sie werde in Zukunft pädagogische und kaufmännische Entscheidungen „aus einem Guss treffen“, sagte Walter am Samstag in Bochum. (…) Von gut 7000 Erstklässlerin im Herbst 2007 ist das Projekt auf nunmehr rund 60.000 Grundschüler aller vier Jahrgangsstufen angewachsen, die im kommenden Schuljahr an JeKi teilnehmen werden.
spielen und lernen, 16. März 2011
Bevor es JeKi gab, sah der Musikunterricht an Grundschulen eher traurig aus. Natürlich bot man, so räumt Andreas Lehmann ein, Chorgesang und Blockflötenunterricht in der Primarstufe an. Ein richtiges Schulorchester mit einer reichhaltigen Mischung von Instrumenten war aber in der Vergangenheit die ganz große Ausnahme an Grundschulen. Besonders schätz der Musikwissenschaftler (…), dass durch JeKi benachteiligte Kinder aus sogenannten bildungsfernen Schichten Zugang zu Instrumentalunterricht und Ensemblespiel bekommen. Andere Effekte von Instrumentalunterricht, wie die Förderung der Intelligenz hält Lehmann für nicht zwingend nachweisbar. (…) Die Förderung sozialer Kompetenzen durch das gemeinsame Musizieren allerdings ist inzwischen auch durch wissenschaftliche Begleitforschung belegt.
Westfälischer Anzeiger Hamm 19. Februar 2011
Ein (…) Überraschungserfolg – selbst für Musikschulleiter Bernd Smalla – ist drei Kindern aus dem „Jedem Kind ein Instrument“-Projekt (Jeki) zusammen mit einem gleichaltrigen „festen“ Musikschüler beim Regionalentscheid zum Wettbewerb „Jugend musiziert“ gelungen: In der Kategorie „Bläser-Ensemble“ haben die vier Klarinettisten die Höchstpunktzahl 25 erreicht.
Anna Rüther (9 Jahre, Carl-Orff-Schule), Milos Nikolic (10 Jahre, Matthias-Claudius-Schule) und Niklas Trippel (9 Jahre, Schule im grünen Winkel) aus dem Jeki-Projekt haben die Juroren zusammen mit Berfun Yildrim (8 Jahre, Theodor-Heuss-Schule) derart überzeugt, dass sie einen ersten Preis erhielten. (…)
Aufgeregt waren alle vier beim Wettbewerbs-Vorspiel, und vermutlich werden sie auch beim Preisträgerkonzert wieder Lampenfieber haben. Vor allem Niklas findet es schade, dass das Quartett nicht fortbesteht. Während für Milos – ebenso wie Berfun – feststeht, dass er weiterhin Klarinette spielt, würde Anna gerne auch noch andere Instrumente kennenlernen.
Der Westen 27. Januar 2011
Mit Flötenduo Annine und Jodie sind (…) Jeki-Grundschülerinnen bei „Jugend musiziert“ dabei. (…) Nicht zum ersten Mal schickt die Musikschule [Hattingen] Schüler ins Rennen. Die Teilnahme hat Tradition in Hattingen. Am Sonntag gehen gleich zwei Flötenduos beim Regionalwettbewerb in Werdohl an den Start. (…)
Nie waren Hattinger Teilnehmer so jung wie heute. Was auch an Jeki liegt. Als die jugendlichen Spielerinnen Kerstin und Laura vor sieben Jahren begannen, Musik zu machen, gab es das Projekt (Jedem Kind ein Instrument) noch nicht. Annine Hill (neun Jahre alt) und die zehnjährige Jodie Schwetke wurde die musikalische Grundausbildung auch nicht gerade in die Wiege gelegt. Sie begleitet die Mädchen aber seit dem Start an der Grundschule. (…) Peter Brand, Leiter der Musikschule, freut sich über die Beteiligung der Jeki-Schülerinnen. Er findet nicht nur einen Sieg wichtig, sondern dass Kinder sich so engagieren und überhaupt am Wettbewerb teilnehmen. Toll findet er das musikalische Niveau, das auch schon Jeki-Kinder erreichen.
Rheinische Post 24. Dezember 2010
Siggi Ehrmann, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes: Als ich im November das Konzert des Knappenchores Rheinland (…) besuchte, überraschte mich (…) das Jeki-Orchester der Moerser Musikschule. Es war ein toller Anblick: wohl mehr als 100 Mädchen und Jungen, die gemeinsam stolz ihre Instrumente spielten und denen anzusehen war, wieviel Spaß ihnen dies machte. Ich war seit jeher davon überzeugt, das[s] dieses mit über 12 Millionen Euro aus der Bundeskulturpolitik finanzierte Projekt eine gute Sache ist. Doch als ich die begeisterten jungen Orchestermusiker sah, war mir klar: das Jeki-Projekt muss weiter gehen.
ZDF, heute.de 09. Dezember 2010
Gut durchdacht und garantiert nachhaltig: Das Projekt JeKi ist sicherlich einer der schönsten Beiträge der Ruhr.2010. JeKi, das steht für „Jedem Kind ein Instrument“. Ziel war es, jedem Grundschulkind im Ruhrgebiet die Möglichkeit zu eröffnen, ein Musikinstrument eigener Wahl zu erlernen.
Musikforum Ausgabe Okt.-Dez./2010
Nach unzähligen Expertisen, Resolutionen und öffentlichen Bekenntnissen von Politikern aller Parteien, der Fachwelt und Zivilgesellschaft zur Bedeutung musikalischer Bildung ist es nun nach Jahren der auseinanderklaffenden Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit gelungen, eine Aussicht auf Nachhaltigkeit zu schaffen – und zwar mit der langfristig angelegten kulturellen Bildungsinitiative aus Nordrhein-Westfalen, „Jedem Kind ein Instrument“ (JeKi), im Verbund mit der Bundeskulturstiftung und der Wirtschaft.
Kölner Stadt-Anzeiger 27. September 2010
„Jeki“ ist nicht etwa der Name eines Weisheitslehrers aus dem Himalaya, sondern das Akronym einer lobenswerten musikpädagogischen Initiative, dank derer Erstklässler in NRW die Möglichkeit erhalten, ein Instrument zu lernen. 2003 in Bochum gestartet, hat das „Jedem Kind ein Instrument“- Programm – eine Kooperation von Kommunen bzw. deren Musikschulen, des Landes, des Bundes und privater Förderer – längst das komplette Ruhrgebiet erfasst. (…) Bundespräsident Christian Wulff hatte es sich nicht nehmen lassen, „Jeki“-Schirmherr zu werden und in dieser Eigenschaft zu einem hochkarätigen Benefizkonzert in die Kölner Philharmonie zu laden. Star des Abends im ausverkauften Saal war der Geiger David Garrett, der mit dem WDR-Sinfonieorchester unter seinem frisch gebackenen Chef Jukka-Pekka Saraste Mendelssohns Violinkonzert spielte.
WAZ Moers, Kamp-Lintfort 15. September 2010
„JeKi-Schule 2010“ – mit diesem Titel darf sich seit gestern die Ernst-Reuter-Schule in Kamp-Lintfort schmücken. (…) Grundschulen aus dem gesamten Ruhrgebiet hatten sich an dem Wettbewerb der Stiftung „Jedem Kind ein Instrument“ beteiligt, der erste Preis ging in die Zechenstadt. „Ich habe mich sehr gefreut – war aber auch ein bisschen überrascht“, sagt Schulleiterin Christine Buyken (…). Wenn im nächsten Jahr die ersten Je-Ki-Kids zur weiterführenden Schule gehen, hofft sie auf Nachhaltigkeit. „Eigentlich darf dann kein Bruch sein“, so Buyken. JeKi sei ein Anfang, Freude an der Musik zu entwickeln und Kinder stark zu machen.
WAZ Dorsten 13. Juli 2010
Mit Pauken und Plastik-Trompeten ließen am Wochenende die vereinten Orchester „Kunterbunt“ im Gemeinschaftshaus von sich hören. „Kunterbunt“ heißt jedes der JeKi-(...)-Ensembles an den Grundschulen. Das in diesem Jahr der Kulturhauptstadt angegliederte Programm „Jedem Kind ein Instrument“ ist auch in Dorsten ein voller Erfolg. Nach den Sommerferien, so Manfred Loick vom Kulturamt, werden 500 Kinder an elf Grundschulen dank JeKi muszieren: Und zwar nicht nur mit spaßigen Schlauch-Tröten, sondern mit „richtigen“ Instrumenten in kindgerechten Größen, allen voran Gitarren und Geigen, die Dauer-Favoriten auch im vierten JeKi-Jahr.
Ruhrbarone 10. Juni 2010
Das Projekt Jedem Kind ein Instrument (Jeki) hat schon vor der Kulturhauptstadt begonnen. Aber ohne den Kulturhauptstadt-Hype wäre aus der Idee nichts geworden, jedem Schulkind landesweit unterschiedslos ein Instrument in die Hand zu drücken. Für sowas gab es noch nie Geld im Ruhrgebiet. Seit der Kaiserzeit hieß es: die Arbeiter sollen arbeiten. Wozu dann Bildung und Musik? Jetzt macht Jekis das anders: Tausende von Kindern lernen jedes Jahr ein Instrument kennen. Das eröffnet eine neue Welt. Und vielleicht ein neues Hobby.
starke eltern - starke kinder 05. Mai 2010
Glück hat, wessen Kind eine der Grundschulen in Hamburg und im Ruhrgebiet besucht, die sich am Programm „Jedem Kind ein Instrument“ beteiligen. (…) Im Mittelpunkt steht dabei das das gemeinsame Musizieren der Kinder – mit allen positiven Effekten für die persönliche Entwicklung und das (Lern-)Klima in der Klasse. (…) Doch selbst wenn solche Programme (noch) nicht überall zur Verfügung stehen, heißt das nicht, dass Kinder ohne Musik groß werden müssen. (…) Musizieren kann man nicht nur auf einem Konzertflügel, sondern im Zweifelsfall auch auf einem Kamm.
Frankfurter Rundschau 17. Februar 2010
Die studierte Musikschullehrerin [Barbara Kreibich] mit den langen braunen Haaren unterrichtet an zwei Oberhausener Grundschulen. „Die Musik beflügelt die Kinder“, sagt sie. Gerade in ärmeren Stadtteilen könnten nun Kinder musizieren, die nie mit einem Instrument in Berührung gekommen wären. Und die Kinder aus türkischen Familien litten endlich einmal nicht unter Sprachhemmungen. „Beim Musizieren sind alle gleich“, sagt Kreibich.
(…)
Zum Glück für die Kulturhauptstadt 2010 pusten viele Schüler gerne: Jeki ist ein Großprojekt des internationalen Events im Ruhrgebiet und wurde als so genanntes „musikalisches Leitmotiv“ ins Programm aufgenommen.
Focus Schule, Ausgabe Februar/März 2010
Sarah Maries Mutter freut sich, dass ihre Tochter nachmittags in ihrer Schule Cello lernt. „Dann muss ich sie nicht noch mühsam zur Musikschule fahren.“ Und Grundschullehrerin Marion Appold, 36, vermeldet überraschende Fortschritte nicht nur am Instrument, sondern an der Lesefibel: „Seit wir JeKi anbieten, lesen die Kinder besser und schreiben ganz toll.“ Mit Musik gingen auch „die Laute besser ins Gehör“. Alle Erstklässler lernten Rhythmus- und Singspiele und seien nun auch bei den Rechenstunden konzentrierter bei der Sache.
Focus Ausgabe 1/2010
„Ruhr.2010“ hat viele Projekte vorzuweisen, die neue Entwicklungen nachhaltig vorantreiben. Im Förderprogramm „Jedem Kind ein Instrument“ sollen bis Ende 2010 schon 43 000 der 170 000 Grundschüler Unterricht etwa an Cello oder Gitarre erhalten. Das Programm wird womöglich auf ganz Nordrhein-Westfalen ausgeweitet. In prosperierenden Bundesländern wie Bayern ist derlei flächendeckender Instrumentalunterricht eine ferne Utopie.
Einige der frisch gegründeten Kinderorchester geben im Kultur[haupt]stadtjahr Konzerte. Keine Hochkultur, dafür aber näher dran an den Interessen des alten Bergmanns Stoppa. Von ihren Musikinstrumenten werden die Schüler noch profitieren, wenn „Ruhr.2010“ längst Schall und Rauch ist.
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